04.06.2015

Kohleatlas 2015: Globale Probleme, globale Alternativen

In ihrem Kohlehunger stehen Deutschland und die USA weltweit nicht alleine da: "Die Regierungen der 20 größten Industriestaaten subventionieren die Suche nach neuen fossilen Rohstoffen jährlich mit vielen Milliarden US-Dollar, obwohl diese Projekte keine Zukunft haben". 

Der "Kohleatlas 2015" von Heinrich-Böll-Stiftung und BUND dokumentiert die drastischen Schäden am Klima, an der Umwelt, und am Menschen. Er zeigt wie Treibhausgase das Klima vergiften, wie weltweit Menschen vertrieben werden wenn die Kohlekonzerne in ein Gebiet einrücken und wie Energiearmut den rußigen Teufelskreis am Laufen hält. Er verdeutlicht, wie in Europa und den USA nach wie vor in einen Sektor ohne langfristige Zukunft investiert wird, wie verdeckt Subventionen fließen, wie im verborgenen finanziert wird, und wie die Wirtschaft Capitol Hill in Washington D.C. mit Lobbyisten zu beeinflussen versucht. 

Die Autoren diskutieren Alternativen zum Emissionshandel, der trotz einiger lobenswerter Initiativen (in California zum Beispiel fließt ein Teil des Gewinns in Solardächer für einkommenschwache Haushalte; Anmerkung der OV-Washington Redaktion) derzeit noch nur wenig Handfestes für das Klima leistet, und setzt sich kritisch mit neuen Entwicklungen wie Fracking auseinander. 

Der Kohleatlas zeigt auch: Der schrittweise Ausstieg aus der Kohleverstromung ist technisch möglich und nötig. Das Papier huldigt den weltweiten zivilgesellschaftlichen Initiativen gegen Landnahme und Kohleabbau und für eine alternative Zukunft, und kommt auf diese Alternativen zu sprechen.

Was sind die derzeitigen Entwicklungen in Deutschland, den USA, und weltweit? Wie kann die alternative Zukunft ohne Kohle aussehen und wie kann sie vorangetrieben werden? Die Berichte, Ideen, und Impuls können auf der Website der Heinrich-Böll-Stiftung nachgelesen werden. Dort steht auch das pdf kostenlos zum Download bereit.

(PS: Im Autorenteam zum Kohleatlas hat auch ein ehemaliges Vorstandsmitglied des OV Washington mitgearbeitet: Arne Jungjohann)

 

 

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